Allgemeines zur (Hoch)begabung


Definition

Hochbegabung wird (noch immer) über die Höhe des Intelligenzquotienten (IQ) in einem Intelligenztest definiert. 

Von einer Hochbegabung spricht man ab einem IQ von 130.  

Wie kommt es zu dieser Definition?

"Intelligenz ist die zusammengesetzte oder globale Fähigkeit eines Individuums, zweckvoll zu handeln, vernünftig zu denken und sich mit seiner Umgebung wirkungsvoll auseinander zu setzen" (Wechsler, 1964, S.13). Intelligenz ist dabei nicht direkt beobachtbar, sondern eben aus den individuellen Leistungen, z.B. vernünftig zu denken, abzuleiten. Wesentliche Impulse zur Erforschung von Intelligenz gingen daher von jenen Verfahren aus, die zur Erfassung von Intelligenz entwickelt wurden. Die Aussage "Intelligenz ist das, was Intelligenztests messen", hat daher einen wahren Kern.  

Die Definition von Hochbegabung wurde ursprünglich zu Forschungszwecken festgelegt. Man hat man sich in der Forschungs-Community ganz pragmatisch darauf geeinigt, dass besonders hohe Intelligenz ab einem IQ>= 130 vorliegt. Diese Definition ist eine rein willkürliche, quantitative Festsetzung. Es gibt keinen einzigen Beleg dafür, dass Personen mit einem IQ>=130 qualitativ anders oder besser denken können als Personen mit einem niedrigeren IQ. 

Wichtig zu wissen ist auch, dass Intelligenztests nicht 100%ig genau messen. D.h. je nach Tagesverfassung des Kindes und Einflussfaktoren während der Testsituation kann der IQ mal höher mal niedriger ausfallen. Diese "Ungenauigkeit" kann aber für jeden Intelligenztest bestimmt werden und sollte bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden.